• Nina Zhao

Covid 19: Impf-Fragen

Aktualisiert: 2. März

Seit fast 2 Jahren leben wir nun schon mit dem neuen Coronavirus und mit Massnahmen um seine Ausbreitung abzuschwächen. Zu diesen Massnahmen gehören seit knapp einem Jahr bei uns auch Impfungen. Viele Patienten gelangen an mich, um das für-und-wider einer Impfung gegen Covid 19 zu besprechen.

Ich habe hier die aus meiner Sicht wichtigsten Punkte zusammengefasst:


1-TCM Arzneimittel im Vergleich zur Impfung


Das TCM bei der Linderung von Covid 19 Symptomen, bei der guten Genesung und zusätzlich bei der Behandlung von Post-Covid 19 hilft, habe ich bei der Behandlung meiner eigenen Patienten in den vergangenen 18 Monaten immer wieder erfahren können.

Inzwischen zeigen auch Studien, dass TCM Arzneirezepturen das Risiko schwerer Erkrankung und Tod bei Covid19 verringern kann.

Aber: die Verringerung ist deutlich weniger stark als die Verringerung nach einer Impfung.

Das erklärt zum Beispiel, warum die aktuelle chinesische Regierung, die TCM grundsätzlich sehr fördert, trotzdem zusätzlich zum Einsatz von TCM, zu drastischen Massnahmen zur Verhinderung von Corona-Einschleppung greift, und die Impfung der Bevölkerung in Hochgeschwindigkeit vorantreibt (Der Prozentsatz der Geimpften ist in China aktuell deutlich höher als bei uns in der Schweiz).


Auch eine Impfung kann die Ansteckung mit dem Virus oft nicht verhindern. Sie schützt aber in viel stärkerem Mass vor schwerer Krankheit und Tod durch Covid19 und dieser Schutz hält nach zwei Impfdosen lange an. So kann sie ermöglichen, dass nur sehr wenig Menschen wegen Covid 19 so krank werden, dass sie ins Spital oder sogar in die Intensivstation müssen um zu überleben. Die Spitäler bleiben somit frei für Alle, die Notfallhilfe brauchen.


Die Kapazitäten der TCM sind begrenzt. Selbst wenn die Wirksamkeit der TCM Rezepturen allgemein anerkannt würde, wären nur für einen Bruchteil der Bevölkerung genügend Arzneipflanzen vorhanden um eine minimale Behandlung zu ermöglichen.


Aus all diesen Gründen kann TCM die Wirkung der Impfung nicht ersetzen, weder bei der «Ausbildung» unserer individuellen Abwehr, so dass sie sich gegen Covid 19 wappnen kann, noch beim Schutz der gesamten Bevölkerung vor grossen Zahlen an schwer Covid 19 Erkrankten und durch sie besetzten Intensivbetten.

Wenn die allermeisten Menschen geimpft wären, könnte die TCM gezielt bei den -dann nur wenigen- Personen mit Covid19 eingesetzt werden, die dann noch Unterstützung brauchen.

Ich halte es für grossen Unsinn, die TCM und die Impfung gegen Covid 19 gegeneinander auszuspielen.

Beide zusammen können uns am Besten helfen.


Aber, können wir einer solch neuartigen Impfung Vertrauen? Ich meine, wir sollten weder blind vertrauen noch blind misstrauen. Auch ohne Medizinstudium, aber mit gesundem Menschenverstand können wir Informationen genau lesen, sorgfältig gegen andere Informationen abwägen und entscheiden, was uns weniger riskant erscheint. Wir müssen nur bereit sein zu akzeptieren dass es keine 100% eindeutigen Lösungen gibt, sondern dass wir nur zwischen besser und schlechter abwägen können. Dann können wir die verschiedenen Informationen besser einordnen, als wenn wir perfekte Lösungen erwarten, von denen wir dann enttäuscht werden.


2-Impfung im Vergleich zur Covid 19 Erkrankung


Wie bei jeder Impfung, ist es auch bei der Covid19 Impfung wichtig abzuwägen, ob die zu verhindernde Erkrankung, oder die Impfung dagegen, mehr Risiken birgt; für einen selber einerseits und für die Gesellschaft als Ganzes andererseits.


Die Covid 19 Krankheit ist noch fast so neu wie die Impfungen dagegen, wir kennen sie erst seit knapp 2 Jahren. Sie verläuft oft wie eine harmlose Erkältung, führt aber bei einem genügend grossen Anteil Menschen zu schweren, bis lebensbedrohenden Verläufen, dass unsere Spitäler zusammenbrechen, wenn keine «lockdowns», also stark ausbreitungsverlangsamende Massnahmen getroffen werden. Je weniger Spitalbetten pro Person vorhanden sind in einer Region, desto früher werden logischerweise solche Massnahmen nötig bzw. desto schneller bricht in einer Region die Versorgung zusammen, wenn keine solchen Massnahmen durchgesetzt werden. Das konnten wir in den letzten 2 Jahren in vielen Regionen beobachten.

Zum Risiko solch schwerer Verläufe, bei welchen viele Organe beteiligt sein können, kommen verschiedene «post- oder long-Covid» genannte Beschwerden, die länger andauern. Dazu gehört auch ein Triggern des Immunsystems zu Autoimmunreaktionen, und Autoimmunerkrankungen.

Möglich sind auch noch unbekannte Spätfolgen, die durch sich weiter im Körper aufhaltende und langsamer vermehrende Viren entstehen könnten, so wie das auch bei manchen anderen Viren der Fall ist.


Die Impfstoffe gegen Covid19 wurden schneller entwickelt als je eine Impfung zuvor. Daraufhin wurden sie in ihren Zulassungsstudien an so vielen Menschen getestet, wie noch nie eine Impfung zuvor.

Nachdem sie inzwischen weltweit milliardenfach verabreicht wurden, sind auch bereits einige sehr selten auftretende problematische Impfreaktionen erkannt worden.

Da die Impfungen im Unterschied zur Covid19 Erkrankung keine vollständigen Viren in den Körper bringen, die bleiben und sich vermehren könnten, und der Impfstoff insgesamt im Körper schnell abgebaut wird, entstehen durch den Impfstoff ausgelöste Probleme innerhalb von wenigen Wochen/Monaten. Der Grund dafür, dass bei früheren Impfungen problematische Folgen oft erst viel später erkannt wurden, ist vor allem, dass zu wenige Personen auf einmal damit geimpft wurden. Bei Nebenwirkungen die sehr selten auftreten, braucht es sehr viele geimpfte Personen, bis ein Zusammenhang zwischen einem bestimmten Problem und einer Impfung erkannt werden kann.

Die weltweiten Erfahrungen der letzen zwei Jahre zeigen, dass die Erkrankung selbst um ein Vielfaches häufiger problematische Folgen verursacht, als die Impfung. Das Risko schwer zu erkranken ist daher viel grösser, bei einer Covid 19 Erkrankung als bei einer Impfung dagegen.

Die «grippigen» Reaktionen, die bei vielen Personen auftreten, sind Zeichen der gewünschten Wirkungen, nämlich der Aktivierung des Immunsystems. Da die Covid19 Impfstoffe stark wirksam sind, wird das Immunsystem jedoch bei einem Teil der Menschen unangenehm stark angeregt. Das ist anstrengend für den Körper. Es ist deshalb sinnvoll nach der Impfung, wie nach einer Infektion auch, dem Körper ein paar Tage mehr Ruhe zu geben als sonst, um sich gut zu erholen. Für sehr gebrechliche, geschwächte Personen hohen Alters kann eine starke Anregung wie bei diesen Impfungen auch ein Risiko sein.


Es zirkulieren viele Berichte über bedrohliche Erscheinungen, die mit Covid 19 Impfungen in Zusammenhang gebracht wurden. Bisher habe ich bei keinem davon überzeugende Nachweise für einen solchen Zusammenhang gefunden.


3- Verschiedene Impfstoffe

Ich unterscheide hier nicht zwischen den verschiedenen Impfstoffen. Sie sind alle stark wirksam gegen schwere Erkrankung und Tod durch Covid 19 und haben alle im Vergleich zur Erkrankung selbst ein sehr gutes Risikoprofil, das heisst dass nur sehr selten schwere problematische Impffolgen auftreten.


Zusammengefasst kann ich sagen, dass nach dem, was bis jetzt bekannt ist über Krankheit und Impfstoffe dagegen (und das ist, wie beschrieben, sehr viel, aufgrund der sehr grossen Zahlen sowohl an Erkrankten wie an Geimpften), sind die Risiken bei der Erkrankung selbst um ein Vielfaches höher als bei der Impfung dagegen. Die Impfung stellt deshalb -aus meiner Sicht eindeutig- das kleinere Übel dar.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Verbreitung des Virus schneller gebremst werden kann (und somit die Alltagseinschränkungen schneller aufgehoben werden können), wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen, denn diese Menschen müssen dann nicht erst noch darauf warten Covid19 zu bekommen, bis sie Abwehrstoffe dagegen bilden.

Erst wenn so ziemlich alle Menschen entweder geimpft sind oder mindestens 1x eine Covid 19 Infektion gehabt haben, kann dieses Virus nicht mehr so viele Leute auf einmal stark krank machen, dass unser Gesundheitssystem überfordert wird.

Müssen wir als Naturheilkundler nicht generell gegen Impfungen sein? Ich denke nein. Wir sollten auch hier differenziert für und wider abwägen für uns und unsere Kinder, mit dem Ziel unsere Gesundheit ganzheitlich zu stärken, zu schützen und zu fördern. Und dabei das grosse Ganze, die Weltgemeinschaft in der wir leben, nicht vergessen.


Meine Informationen suche ich in Quellen, die transparent berichten und Experten interviewen, welche nah am aktuellen Geschehen arbeiten, ihre Informationen kontinuierlich überprüfen und wo nötig aktualisieren. Die auch den Mut haben, die Grenzen ihres Wissens anzuerkennen. Hauptsächlich habe ich so gefunden:

Coronavirusupdate des Norddeutschen Rundfunks

Republik.ch Corona Newsletter

Ausserdem:

WHO Europa

BAG Schweiz

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Es ist Winter geworden, wir befinden uns mitten in den -vorausgesagten- Folge-Wellen der Covid 19 Pandemie. Trotz vielen zum Teil verwirrenden Informationen die herumschwirren, sind es immer noch die